Gefährlicher Sog
Timur Roters leitet auf Sylt mit seiner Frau Meret eine Wohngruppe mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Als der Sozialpädagoge tot am Hörnumer Strand angespült wird, geraten schnell einige Verdächtige in den Fokus von Liv Lammers und ihrem Team. Doch wer hatte so einen großen Hass auf Roters, dass er ihn mit 23 Messerstichen brutal ermordet hat?
Der Schreibstil ist fesselnd und gut zu lesen. Gleich ab der ersten Seite wird eine düstere Stimmung geschaffen, die bis zum Schluss anhält. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Perspektiven hält die Spannung konstant hoch.
Die Autorin versteht es meisterhaft falsche Fährten zu legen und durch die Vielzahl der Charaktere bieten sich einige Verdächtige an, dies macht das Miträtseln richtig knifflig.
Sabine Weiss hat in dem 8. Teil um ihre Kriminalkommissarin Liv Lammers ein nicht ganz einfaches Thema als Rahmen gewählt. Es geht um sozial schwächere und auch zum Teil kriminelle Jugendliche. Einfühlsam macht sie auf die Probleme der Jugendlichen und ihren damit verbundenen schweren Stand in der Gesellschaft aufmerksam.
Der dramatische Schluss ist aufwühlend und regt zum Nachdenken an. Trotz des vielschichtigen Falls hatte ich das Gefühl das in der Story etwas fehlte, daher hat mir dieser Teil leider nicht so gut gefallen wie seine Vorgänger.
Ein neuer Fall für Liv Lammers
Bei Hörnung wird bei den Tetrapoden am Strand eine Männerleiche gefunden, das Opfer wurde brutal erstochen. Kriminalkomissarin Liv Lammers und ihre Flensburger Kollegen ermitteln. Bald wissen sie, dass das Opfer Timur Roters hieß und dass er zusammen mit seiner Frau Merret als Sozialpädagoge in einer Jugendwohngruppe gearbeitet hat.
Liv und ihre Kollegen ermitteln in alle Richtungen, es scheint auch mehr als genug Verdächtige zu geben: zum einen Merret, aber auch ein Muschelfischer, der Verbindungen zu Merret hat, und auch die Jugendlichen aus der Wohngruppe...
Mir hat dieser inzwischen achte Fall um Liv Lammers und ihre Kollegen wieder gut gefallen, auch wenn ich ihn jetzt nicht unbedingt den besten Band der Reihe bisher finde. Man kann ihn genauso wie die vorherigen meiner Meinung nach auch gut ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen. Ich finde, durchgängig spannend geschrieben und gut recherchiert, wie ich es von der Autorin gewohnt bin.